Wasser – eine wertvolle Ressource
Wasser spielt für ein chemisches Unternehmen eine bedeutende Rolle. Da Merck in Darmstadt nicht über Oberflächenwasser, zum
Beispiel aus einem Fluss, verfügt, muss der Wasserbedarf durch Grundwasser gedeckt werden. Der größte Teil des benötigten
Wassers stammt aus eigenen Brunnenanlagen, der Rest wird als Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bezogen.
Die ressourcenschonende Wassernutzung hat sich für Mercks größten Produktionsstandort bewährt. Die Grundwasserentnahme konnte
bereits in den 1990er-Jahren von sechs auf 2,5 Millionen Kubikmeter verringert werden. Für die Zukunft hat Merck gemeinsam
mit dem Regierungspräsidenten von Darmstadt und dem BUND das Ziel formuliert, bis 2010 die Wasserförderung auf diesem niedrigen
Niveau zu halten.
Alle Abwässer des Werks werden der Kläranlage von Merck zugeführt. Bei ihrer Einweihung 1965 war sie die europaweit erste
Anlage zur biologischen Reinigung industrieller Abwässer. Sie wurde kontinuierlich weiterentwickelt und die Abwasserqualität
so ständig verbessert.
Auf dem neuesten Stand ist die hochmoderne Abwasseranalytik in Darmstadt, die uns zum technologischen Vorreiter macht: Rund
um die Uhr liefert sie vollautomatisch Messwerte von mehr als 50 Stoffen. So lässt sich die Kläranlage optimal je nach Zusammensetzung
des Abwassers steuern. Der stete Überblick über die Konzentrationen der verschiedenen Stoffe hat die Abwasserqualität über
den vorgeschriebenen Rahmen hinaus stark verbessert und ist Voraussetzung für den optimalen Gewässerschutz.